Wir, Forscherinnen und Forscher aus der Kommunikations- und Medienwissenschaft, sind gefordert, uns aktiv in gesellschaftliche Diskurse einzuschalten

Third Mission

Diese Initiative positioniert Kommunikationswissenschaft als eine Öffentliche Wissenschaft. Zu dieser Wissenschaftsauffassung gehört ein erweitertes Leistungsspektrum: zu Forschung und Lehre treten systematisch als dritter Auftrag („Third Mission“) die Interaktion und der Austausch mit Instanzen ausserhalb der Hochschullandschaft (also mit Organisationen, Zivilgesellschaft, Netzwerken , regionalen Arbeitskreisen, Kommunen z.B. in der Weiterbildung).

Die Initiative schließt „Responsible Science“ als eine Forschungs- und Innovationsvariante ein, indem Zivilgesellschaft aktiv in solche Prozesse eingebunden wird, um Herausforderungen im Einklang mit den Werten, Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft möglichst effektiv zu bewältigen. Zudem blickt die Initiative bewusst über disziplinäre Grenzen hinaus, weil Öffentliche Wissenschaft vom Anspruch her ein inter- und transdisziplinäres Anliegen ist. Für weitere Infos auf den Button klicken.

Zweck der Charta

Die Charta benennt normative Grundlagen, mögliche Träger (Akteure), Handlungsmöglichkeiten und Handlungsfolgen. Dies alles ist keine Pionierarbeit. Die Initiative knüpft an zahlreiche Vorarbeiten und bestehendes Engagement an. Das Neue besteht erstens darin, dem öffentlichen Engagement der Kommunikations­wissenschaft mit einer Charta eine Struktur zu geben, d.h. Ziele und Grundsätze für ein solches Engagement festzulegen, zweitens dadurch mittelbar auch innerhalb der Fach-Community zu solchem Engagement zu ermutigen und drittens die Kommunikationswissenschaft und ihre Expertise in und für die Gesellschaft sichtbarer zu machen und sie als Öffentliche Wissenschaft weiter und auf breiterer Basis zu etablieren.

Gesellschaftlicher Kontext

Die Digitalisierung stellt die Gesellschaft vor Herausforderungen wie Desinformation, algorithmen-gesteuerte Wirklichkeitskonstruktionen oder die Entgrenzung der öffentlichen und privaten Spähre als Folge der Datafizierung. Hinzu kommt die Strukturkrise des professionellen Informationasjournalismus. Diese und weitere Umwälzungen bergen Risiken, können aber auch zu Chancen werden und sie tangieren den Kern kommunikationswissenschaftlichen Wirkens.

Die Kommunikationswissenschaft ist nicht die einzige, aber doch eine Schlüsseldisziplin für die Erörterung und die Analyse von Medien und Öffentlichkeit. Sie ist ein geeigneter Impulsgeber für den Diskurs zu den genannten Herausforderungen in der digitalen Gesellschaft.

Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern es, dass die Kommunikationswissenschaft ihre Expertise auch gesellschaftlich einbringt und deutlich macht, worauf eine funktionierende und aufgeklärte digitale Mediengesellschaft gebaut ist. Deshalb jetzt die Charta "Öffentliche Kommunikationswissenschaft" unterzeichnen.

Initiantenteam Öffentliche Kommunikationswissenschaft Tweet

Die Initianten

Die Charta für eine „Öffentliche Kommunikationswissenschaft“ wurde von einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erarbeitet.  Die Grundsätze wurden an verschiedenen Fachtagungen mit Kolleginnen und Kollegen diskutiert und verfeinert sowie durch weitere Expertisen ergänzt.

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