Verein Öffentliche Medien- und Kommunikationswissenschaft (VÖMuK) gegründet

Als Abschluss eines Jahres, in dem wir alle gemeinsam durch die Charta und deren Unterzeichnung markiert haben, wie bedeutsam Öffentliche Wissenschaft als eine mögliche Wissenschaftshaltung auch in unserem Fach ist, dürfen wir noch mit einer Mitteilung auf warten: Die Initiative hat sich eine institutionelle Struktur gegeben durch den Verein Öffentliche Medien- und Kommunikationswissenschaft (VÖMuK) mit Sitz in Zürich.

Marlis Prinzing und Mark Eisenegger leiten diesen Verein im Doppelpräsidium, weitere Mitglieder im Vorstand sind Larissa Krainer, auch Mitinitiantin, Caroline Robertson-von Trotha, Silke Fürst und Josef Trappel.

Der Verein will dem Anliegen der Öffentlichen Wissenschaft weitere Schubkraft geben. Und er will auch ein Rahmen sein, um drängende und aktuelle Fragen noch klarer sichtbar zu machen: Welche Argumente könnte Kommunikationswissenschaft zur Diskussion beitragen, ob Journalistinnen und Journalisten in Themenfeldern fundamentaler Relevanz wie etwa dem Klimawandel neben den klassischen Rollen auch jene von Aktivisten einnehmen sollten? Inwiefern kann z.B. durch eine von Medienforschenden angestoßene Debatte helfen, sogenannte News-Deprivierte zu erreichen und ihnen  Informationsjournalismus nahezubringen? Welche Leistungsindikatoren machen Sinn, um Forschende für Anforderungen in der Gesellschaft und in der Wissenschaftsgemeinschaft zu qualifizieren? Welche methodischen Erfahrungen mit Bürgerwissenschaftsprojekten lassen sich für Forschende in unserem Fach nutzbar machen?

2019 war das Jahr, indem wir die Charta und der Hintergrund ihrer Entstehung erläutern durften – unter anderem bei den Jahrestagungen der Fachgesellschaften in Österreich (Marlis Prinzing und Mark Eisenegger), in der Schweiz (Marlis Prinzing) und in Deutschland (Caroline Robertson-von Trotha, Annika Sehl, Marlis Prinzing, Mark Eisenegger), dort im Rahmen des neuen Formats eines Thesencafés, sowie bei Fachgruppentagungen in Köln (Marlis Prinzing) und Augsburg (Larissa Krainer) und bei einer Bürgerveranstaltung im Rahmen der Karlsruher Gespräche (Marlis Prinzing und Caroline Robertson-von Trotha). Und 2019 war das Jahr, in dem das Charta-Anliegen einen Web-Platz erhielt https://oeffentliche-kowi.org/, für dessen Gestaltung die Unterstützung von Lucie Hauser sehr bedeutsam war.

Aktuell haben 251 Kolleginnen und Kollegen über die Website unterzeichnet. Das ist uns weiterer Ansporn:

2020 soll ein Jahr werden, das von aktivem Umsetzen geprägt wird. Wir haben im Vorstand dazu bereits einige Ideen diskutiert. Aber wir sind natürlich offen für den Austausch und für weitere Impulse und Anregungen.

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